Der SV Polling beim Bayernpokal der Senioren Ü50. Ein hartes Pflaster auf bayerischem Eis.
Waldkraiburg / Polling – Wenn die erfahrensten Stockschützen des Freistaats zusammenkommen, ist für Spannung auf dem Eis gesorgt. Am vergangenen Wochenende war die Eishalle Waldkraiburg Schauplatz des Bayernpokals der Senioren Ü50 im Winter 2025/26. Unter den qualifizierten Mannschaften aus ganz Bayern fand sich auch die Vertretung des SV Polling, die sich in einem hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld beweisen musste. Doch nach dem Erfolg des Vorjahres war das diesjährige Turnier für die Mannschaft eine schmerzliche Landung auf dem Boden der Tatsachen.
Die Erwartungshaltung war hoch, denn die Messlatte hierfür wurde im Vorjahr gelegt. Wir erinnern uns: Im Vorjahr feierte der SV Polling den sensationellen Titel des Bayerischen Vizemeisters und vertrat die Farben Schwarz/Weiß beim Deutschlandpokal mit einem hervorragenden 6. Platz. Es war eine Leistung, die in die Vereinsgeschichte einging. Umso schmerzlicher war die Erkenntnis für die Moarschaft um Martin Sonner, Robert Schuster, Peter Tafertshofer, Markus Bertl, Rainer Braun, dass man an diese Form in diesem Jahr zu keinem Zeitpunkt anknüpfen konnte.
In der Vorrundengruppe B kämpfte der SV Polling, doch das gewohnte Selbstverständnis in den Spielen fehlte. Dass die Trainingsmöglichkeiten dieses Jahr in der Vorbereitung alles andere als optimal waren, ist kein Geheimnis. Doch die Mannschaft ist sportlich fair genug, dies nicht als alleinigen Sündenbock vorzuschieben: „Die Rahmenbedingungen waren schwierig, ja, aber sie dürfen nicht als Ausrede für das schwache Abschneiden herhalten“, hieß es aus den Reihen der Mannschaft. Die mangelnde Konstanz und Fehler in spielentscheidenden Phasen waren der tatsächliche Grund und waren letztlich ausschlaggebender als die fehlenden Stunden auf dem Eis.
Mit einer Bilanz von 6:14 Punkten belegte der SV Polling lediglich den 9. Platz in der Gruppe B. Zwar blitzte das Können des Vizemeisters gelegentlich auf, doch die Stocknote von 43:70 sprach eine deutliche Sprache. Im abschließenden Platzierungsspiel gegen den FC Real Kreuth war die Luft endgültig raus. Mit einer deutlichen 2:13-Niederlage verabschiedete sich der SV Polling aus dem Turnier und landete in der Gesamtabrechnung weit hinter den eigenen Ansprüchen auf dem 18. Gesamtrang.
Für den SV Polling endet damit eine Wintersaison, die nach den grandiosen Vorjahresleistungen einen ernüchternden Abschluss fand. Doch wer die Mannschaft kennt, weiß, dass sie diese Erfahrung nicht aus der Bahn wirft. Nächstes Jahr wird man wieder versuchen an vergangene Leistungen anzuknüpfen um am Bayernpokal nicht nur teilnehmen zu können.






