Abteilung Fußball - Chronik

Es war in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg, als sich auch Pollings Jugend wieder zum Fußballspielen traf. Am Jakobsee, in einer Bodensenke, welche oftmals mit Wasser gefüllt war, wurden zwei Tore provisorisch aufgestellt. Es war genau die Stelle, wo heute der alte Fußballplatz liegt. Es dauerte nicht lange und schnell hatten sich ein paar Sportler gefunden, die bereits Trainingspiele austrugen. Dies war für die damaligen Verhältnisse um so bemerkenswerter, da das Alltagsleben jener Tage weitaus größere Probleme mit sich brachte, als das heute nur annähernd erahnt werden kann.

5. November 1948
Da dies jedoch offensichtlich keine Ideallösung war, reifte in Herrn Max Liedl der Plan, einen Sportverein zu gründen. Am 5. November 1948 war es dann so weit und die Gründung des Sportverein Polling wurde ausgesprochen.

12. Dezember 1948
Am 12. Dezember 1948 fand die 1. Versammlung in der Gaststätte Schuler, dem heutigen Gasthof "Neuwirt" statt. Neben dem damals gewählten Vorstand Bernhard Stadler und dem Kassier August Stork halfen noch Franz Hodinka, Bonifaz Röger, Gottlieb Hinz, Hans und Anton Sonner, Walter Wurst, Leo Mair, Heinrich Glas, Hans Meinersen, sowie Hans Friedrich mit, den SV Polling aus der Taufe zu heben.

15. Dezember 1948
Bereits drei Tage später, nämlich am 15. Dezember 1948 stellte man den Antrag zur Aufnahme in den Bayrischen-Landes-Sport-Verband. Eine Schwierigkeit, die Eigentumsverhältnisse des Sportgeländes, wurde ebenfalls bald geregelt. Herr Streicher stellte das Gelände am Jakobsee zur Verfügung und mit Hilfe der amerikanischen Armee konnte es zu einem respektablen Fußballplatz ausgebaut werden.

April 1949
Was nützt der schönste Sportplatz ohne Umkleide- und Waschmöglichkeiten? Schnell lösten die findigen Sportler im April 1949 auch dieses Problem. Andreas Tafertshofer erwarb von der Fa. Wehoba eine Blockhütte, die abgebaut und am Sportplatz in Eigenleistung wieder errichtet werden musste. Links von der Hütte, gruben die freiwilligen Helfer einen Brunnen von ca. 8 m Tiefe. Anfangs mit einer Henkel- und später mit einer Flügelpumpe versehen, leitete man das Wasser in einen Wassergrand. Manche älteren Vereinsmitglieder werden sich noch an diese wohltuende Abkühlung im Freien erinnern.

1955 - 1956
Aber die Blockhütte, welche anfangs neben dem 'Sportplatz der Stolz der Pollinger war, entsprach in wenigen Jahren nicht mehr den gegebenen Anforderungen. Aus diesem Grund baute man in den Jahren 1955 - 1956,abermals in Eigenleistung und mit großzügigen Spenden einer Pollinger Bürger und mit Hilfe eines Toto-Zuschusses von 1.000.- DM ein neues Steinhaus, worin zwei Unkleideräume von je ca. 16 Quadratmeter ihren Platz fanden.

1957
Im Jahre 1957 kam unter dem damaligen Vorstand Josef Hodinka erstmals eine Platzerweiterung ins Gespräch. Aber wie bei so vielen Vorhaben fehlte es, mangels behördlicher Unterstützung, an den nötigen finanziellen Mitteln.

1964
Erst im Jahre 1964 konnte mit der Erweiterung des Sportplatzes begonnen werden.
Der Sandplatz wurde auf die Größe von 60 x 100 m erweitert, wodurch zur Begrünung
ca. 900 Kubikmeter Humus erforderlich waren. Am östlichen Spielfeldrand betonierten freiwillige Helfer 30 Sockel, worüber man Lattenroste legte und somit ausreichend Sitzgelegenheiten für die Zuschauer schuf.

1966
Dieses neue Steinhaus enthielt aber nur die beiden Umkleideräume; waschen musste man sich weiterhin im Freien. Erst im Jahre 1966, als sich der Verein finanziell wieder etwas verbessert hatte, bauten die Sportler einen Duschraum an die in Polling liebevoll genannte "Hütt`n" an. Dieser Anbau wurde möglich, da die Firma "Daniels" einen Wasserleitungsbau zum Sportgelände zuließ. Nachdem nun die Vorstandschaft sechs Jahre nach diesen Baumaßnahmen den Entschluss fasste, ein neues Vereinsheim zu bauen, griffen die freiwilligen Helfer abermals zu Schaufel und Pickel.Natürlich konnte ein derartiges Vorhaben nicht ohne finanzielle Unterstützung begonnen werden. Die Gemeinde war deshalb zur Beteiligung bereit. Lediglich über die Ausführung der Baumaßnahme schieden sich noch die Geister und so war ein Teil dafür, die alte "Hütt`n" zu erweitern,während andere für einen völligen Neubau des Vereinsheimes eintraten.

20. Juni 1972
Am 20. Juni 1972 fiel dann die Entscheidung: Die alte "Hütt`n" wird erweitert. Mit tatkräftiger Eigenleistung und die finanzielle Unterstützung der Gemeinde im Rücken, machte man sich schließlich wieder einmal ans Werk und so konnte dann am 17. Mai 1975 das neue Vereinsheim von Herrn Pfarrer Karl Winter, im Beisein vieler führenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, eingeweiht werden. Nach einer Bauzeit von drei Jahren, mindestens 2.500 geleisteten Arbeitsstunden der freiwilligen Helfer und durch große finanzielle Unterstützung der Gemeinde war ein Bauwerk entstanden, welches sich wirklich sehen lassen konnte. Erstmals verfügte nun der SV Polling über ein eigenes Clubheim.

1979
Im Sommer 1979, nach mehr als 12 Jahren gelang es der Gemeinde, den Bau eines weiteren Rasenspielfeldes in Angriff zu nehmen - einen Maßnahme, die zur damaligen Zeit sehr wichtig für das Geschehen im Klosterdorf war. Bürgermeister Xaver Zwerger nahm mit einem Bagger den symbolischen Spatenstich vor und mehrere Gemeinderäte wohnten der anschließenden kleinen Feierstunde bei. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Situation für die Pollinger Fußballer, die vorher in die A-Klasse-Ost aufsteigen konnten, keineswegs ideal. Teilweise mussten bis zu sechs Mannschaften auf einem Platz trainieren und spielen, wodurch die Spielfläche sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde und von einem Rasen oft nicht mehr sehr viel zu sehen war. Die Bemühungen um eine Verbesserung scheiterten jedoch bis zu diesem Zeitpunkt an der finanziellen Situation der Gemeinde, sowie an Schwierigkeiten beim Ankauf des geeigneten Geländes. Die Kosten wurden zu diesem Zeitpunkt auf rund 300.000.- DM festgelegt, wovon nur ein Sechstel zur Bezuschussung in Aussicht gestellt war. Mit dem ersten Anpfiff auf dem neuen Spielfeld mussten die Fußballer allerdings noch bis zur Saison 1980/81 warten, vorher waren erst noch einige Stunden an Eigenleistungen zu erbringen.

27. und 28. September 1980
Am 27. und 28. September 1980 war es dann soweit. Der neue Fußballplatz, und die zwei Tennisplätze, welche in der lokalen Presse zu dieser Zeit als Sportzentrum bezeichnet wurde, konnte eingeweiht werden. 300 Teilnehmer aus den einzelnen Abteilungen, sowie den vereinen der Gemeinde bildeten einen bunten Kirchenzug, der von den Ehrengästen in einer geschmückten Kutsche angeführt wurde. Einen festlichen Rahmen erhielt die kirchliche Weihe durch Dekan Winter und die von der Pollinger Blas-Kapelle gespielte Schubert-Messe. Den weltlichen Teil bestimmten im Anschluss Bürgermeister Xaver Zwerger, Hauptvorstand Ottofried von Bülow, sowie weitere Vertreter aus Politik und Sportwelt, die lobende und anerkennende Worte an die Anwesenden richteten. Spannend wurde es dann am Nachmittag, als Fallschirmspringer aus Altenstadt vor etwa 500 Zuschauern einen neuen Fußball exakt auf dem Anstoßpunkt absetzten. Im Anschluss daran, wurde der neue Fußballplatz mit einem Schüler-Spiel SV Polling  - TSV 1860 München (0:9) und einem Turnier der ersten Mannschaft eingeweiht. Mit den anschließenden Siegerehrungen, begleitet von einigen Dankesreden und untermalt durch die Pollinger Blaskapelle, fand diese Einweihungsfeier schließlich einen würdigen Ausklang. Die Kosten betreffend, musste die Gemeinde etwas tiefer als geplant in den Säckel greifen. Statt der anfangs angenommenen 300.000.- DM, belief sich die Summe der gesamten Baumaßnahme und Umgestaltung des Sportgeländes, welche u.a. auch die Errichtung von zwei Fertiggaragen für Gerätschaften und 60 Parkplätze umfasste, auf insgesamt 450.000.- DM. Die von der Staatsregierung zugesagte Förderung in Höhe con ca. 41.000.- DM stand zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht zur Verfügung und wurde erst zum Jahresende für den darauf folgenden Haushalt vom Bayerischen Kultusminister, Prof. Hans Meier, bewilligt.

1985
Die Mitgliederzahl stieg und die gesellschaftlichen Anforderungen wurden im Laufe der Zeit immer umfangreicher und so beschloss man im Jahre 1985 den Anbau einer Pergola, um auch bei schlechtem Wetter bestens gerüstet zu sein. So entstand, zum größten Teil aus Eigenmitteln und, wie es beim SV Polling inzwischen üblich geworden ist, in nicht unerheblicher Eigenleistung, eine Pergola, die ca. 200 Personen Platz und ausreichenden Schutz vorn den Launen des Wetters gewährt.

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